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Wohnraum wird knapp – Mieterbund fordert staatliche Investitionen

14 Oktober 2013 35 views Keine Kommentare
Andreas Schrobback

Andreas Schrobback

(Berlin, 14.10.2013) In den großen Städten in Deutschland werden Mietwohnungen immer teurer. Grund für die extremen Preisanstiege in der vergangenen Zeit ist auch die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum in urbanen Regionen. Der Mieterbund warnt, dass im Jahr 2025 bis zu eine Million Wohnungen fehlen könnten.

Die Zahl der Haushalte in den deutschen Metropolen und aufstrebenden Städten mittlerer Größe steigt. Daraus ergibt sich auch ein erhöhter Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum. Die Neubauaktivitäten reichen allerdings in einigen Lagen nicht mehr aus, um die gestiegene Nachfrage zu decken. Verschärft sich diese Situation weiter, fehlen nach Aussage der Lobbyisten etwa eine Million Wohnungen bis zum Jahr 2025. Der Mieterbund fordert daher von der Bundesregierung, zusätzliche Fördermittel für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Stimulierend könnte die Erhöhung der Abschreibungssätze wirken, die derzeit bei lediglich zwei Prozent für vermietete Immobilien liegen. Steuerliche Anreize werden benötigt, um dem Bedarf an Wohnraum durch ausreichend Neubau gerecht zu werden. Aktuell leidet vor allem der soziale Wohnungsbau. Die Politik ist daher gefragt, mehr Bauaktivitäten durch geeignete Maßnahmen zu fördern.

Wohnungsnot besteht in Ballungszentren und Universitätsstädten

In deutschen Studentenstädten und in den Ballungsgebieten wird es für Wohnungssuche immer schwieriger. Nicht nur das knappe Angebot, sondern auch die hohen Mietpreise für Neuverträge gehören zu den Problemen. Die geringe Anzahl an Baufertigstellungen macht sich auch auf dem Markt für Kapitalanlagen bemerkbar. Anleger weichen aufgrund des geringen Angebots auf Bestandsgebäude aus, die mittlerweile den Großteil der Erwerbsfälle ausmachen. Gefordert werden neben steuerlichen Anreizen und Investitionen durch den Staat außerdem Änderungen im Baurecht, um etwa in Städten wie München eine dichtere Bebauung zu ermöglichen.

Bild © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

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