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Griechenland: Immobilienboom voraus?

31 März 2014 145 views Keine Kommentare

Traditional architecture of Oia village at Santorini island in Greece(Berlin, den 31.03.2014) Griechenland ist noch immer beliebtes Urlaubsziel: Sonnenverwöhnte Strände, warme und herzliche Menschen und viele Sehenswürdigkeiten ziehen Jahr für Jahr viele tausende Urlauber in ihren Bann. Die Schuldenkrise des Landes trübt diese Stimmung zwar etwas, doch scheint Griechenland nach den umfangreichen Hilfen aus Europa nun langsam wieder in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Die einschneidenden Sparmaßnahmen zeigen erste Auswirkungen. Ganz nebenbei scheinen Immobilien – besonders auf den griechischen Inseln – sich langsam aber sicher zu einem Topseller zu entwickeln. Das hat mehrere Gründe.

Rhodos besonders beliebt

Nicht nur das Klima, sondern auch die staatlichen Unterstützungen in Form einer reduzierten Grunderwerbsteuer und die allgemein günstigen Preise für Immobilien in Griechenland locken viele Investoren an – und natürlich auch Menschen, die einfach nur in einer hervorragenden Lage bei viel Sonnenschein ihren Lebensabend oder ihren Urlaub genießen möchten. Hierbei stellt die Insel Rhodos ein ganz besonders nachgefragtes Ziel dar: Hier sind besonders viele deutsche Käufer aktiv. Hervorragende Lagen am Meer oder mit Blick auf die Natur mit Lavendel, Olivenbäumen und Anemonen und die vergleichsweise günstigen Preise machen Immobilien besonders attraktiv für zahlungskräftige Interessenten. Die griechischen Makler können der Nachfrage kaum Herr werden, so stark ist das Interesse an Ferienhäusern und Wohnanlagen in dem südeuropäischen Land. Auf dem griechischen Festland sind die Preise für Immobilien in den letzten Monaten um bis zu 50 Prozent gesunken, auf den Inseln durchaus auch um ca. 20 Prozent, in Einzelfällen sogar mehr. Anfang des Jahres kam eine Steuersenkung durch die griechische Regierung hinzu: Die Grunderwerbsteuer wurde von ehemals 10 auf nun nur noch 3 Prozent gesenkt. Für so manchen wird so der Zweitwohnsitz in Griechenland sehr attraktiv. Auch die Lohn- bzw. Baunebenkosten sind in Griechenland sehr günstig und wer die Preise mit den ebenfalls beliebten Standorten in Frankreich oder Italien vergleicht, wird feststellen, dass Grundstücke und Häuser in Griechenland sehr viel günstiger sind.

Krise kaum bemerkbar

Die Auswirkungen der Schuldenkrise sind generell natürlich teils noch sichtbar in Griechenland – so sind viele Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung schlicht entlassen worden und die Ausgaben für Infrastruktur und Gemeinwohl sind drastisch zurückgefahren worden.
Für Zweitwohnsitz- oder Ferienhausinhaber auf den Inseln jedoch sind die Einschnitte nur wenig zu bemerken. Die Verwaltung von Immobilien ist nach dem deutschen Vorbild des Katasteramtes aufgebaut und damit für Deutsche besonders gut nachzuvollziehen. Das gute Klima und die Abgeschiedenheit auf den Inseln versetzt die Käufer in eine Art Paradies, was zudem noch vergleichsweise günstig zu erwerben steht. Es scheint zudem, als ob die Wirtschaft wieder in Schwung kommt und die Touristenbranche auch wieder auflebt. Die Regale in den Geschäften jedenfalls sind voll – einen Mangel zu fürchten braucht hier niemand. Sobald ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, wird auch die Infrastruktur in Griechenland wieder ausgebaut werden – hier vermutlich zuerst in den beliebten Touristengebieten, also auch auf den Inseln.

Welche Umstände sprechen gegen einen Immobilienboom?

Es gibt aber auch Risikofaktoren, die den anlaufenden Immobilienboom in Griechenland noch kräftig ausbremsen könnten. So haben die griechischen Banken weiterhin Probleme mit der Eigenkapitalbasis und mit Spanien gibt es auch eine ernstzunehmende Konkurrenz um den Platz des künftigen Königs bei den Immobilienverkäufen. Seit dem dortigen Platzen der Immobilienblase in 2008 sind die Immobilienpreise um bis zu 55 % gesunken und viele internationale Anleger suchen dort günstige Immobilien in guten Lagen. Es ist auch nicht klar, ob Griechenland sich wirklich wirtschaftlich erholen wird oder ob es zu einem Austritt aus der Eurozone und zur Rückabwicklung des Euro kommen wird. Ein Engagement hat daher auch zu einem nicht unerheblichen Teil Spekulationscharakter – von Sonne und Meer mal abgesehen. Da die Preise trotzdem weiterhin sehr günstig sind (Areale mit Lage am Meer gibt es bereits ab 30.000 Euro) besteht jedoch eine große Wahrscheinlichkeit, dass der Boom sich fortsetzen wird. Für Investoren und Zweitdomizilsucher jedenfalls verspricht Griechenland jedenfalls ein attraktiver Standort zu sein.

Bild© Y. Papadimitriou – Fotolia.com

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